2. Gesundheitszustand von Menschen mit Migrationshintergrund

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Hinter diesem Thema verbergen sich Informationen von offiziellen Statistiken (Surveys, Krankengeschichten, Forschungsprojekten) zum Thema Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund.(Die Informationen sollten nach Hauptkrankheitsgruppen gegliedert werden.)
Weitere Inhalte:

  • Methodische Belange zu Konzepten und Kategorien der Identifizierung von abhängigen und unabhängigen Variablen.
  • Qualitative und Quantitative Forschungsmethoden, Fragen der Validität.
  • Theoretische Belange in diesem Themenfeld.



Inhaltsverzeichnis

Schwerpunktbericht "Migration und Gesundheit" des Robert-Koch-Instituts

(GBE focus report: Migration and health)

Erstmals ist in Deutschland ein umfassendes Werk zur gesundheitlichen Situation von Migranten veröffentlicht worden. Der Schwerpunktbericht kann hier kostenlos heruntergeladen werden.


Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS 2003-2006): Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland

(KiGGS 2003-2006: Children and adolescents with a migration background in Germany)

Anhand verschiedener Aspekte der Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens wird gezeigt, dass trotz des Aufwachsens eines sehr großen Teils der Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in sozial benachteiligter Lage nicht generell von einer prekäreren gesundheitlichen Situation gesprochen werden kann. So scheinen Gesundheitsressourcen in Form gesundheitsfördernder kultureller Muster der Lebensführung zu bestehen, die sich beisielsweise in einem günstigeren Stillverhalten von Müttern oder einem niedrigeren Tabak- und Alkoholkonsum von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zeigen.

Der Bericht kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Übersicht: Gesundheit und Gesundheitsversorgung von Migranten in Deutschland

(Overview: Health and health care of MEMs in Germany)


Je nach Definition haben bis zu 20% der deutschen Wohnbevölkerung einen Migrationshintergrund, und in vielen Städten liegt dieser Anteil deutlich höher. Ein Großteil der Migrantinnen und Migranten lebt schon seit Jahrzehnten in Deutschland. Minoritätenstatus, Arbeits - und Wohnbedingungen legen vor dem Hintergrund bekannter Beziehungen zwischen Sozialstatus und Gesundheit erhöhte Gesundheitsrisiken für Migrantinnen und Migranten nahe, ohne dass sich diese konsistent in den vorhandenen empirischen Untersuchungen insbesondere zur Mortalität zeigen – ein interessantes Paradox. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Migranten sich häufiger als die deutsche Vergleichsbevölkerung gesundheitlich eingeschränkt fühlen. Diesen Aspekten sowie den Ursachen für mögliche Unterschiede bei Zugang und Praxis der gesundheitlichen Versorgung von Migranten geht ein im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichter Artikel nach. [1]

Prävention

(Prevention)


Auch beim Zugang zum Gesundheitssystem, den Anforderungen an Gesundheitsdienstleister oder dem Verständnis von Krankheit und Gesundheit gibt es von Seiten der Bevölkerung mit Migrationshintergrund gegenüber der einheimischen Bevölkerung zum Teil erhebliche Unterschiede, welche sich auch bei der Nutzung von Präventions- und Vorsorgeangeboten zeigen. Für Migranten gibt es spezifische Barrieren, die erforscht und abgebaut werden müssen. Bisherige migrantensensible bzw. migrantenspezifische Präventionsprogramme stellen meist befristete Einzelinitiativen dar, so dass ein Bedarf für nachhaltige und evaluierte Programme im Bereich Prävention besteht. Einen Überblick über dieses Themenfeld gibt folgender Artikel, der in der Zeitschrift Medizinische Klinik erschienen ist. [2]


--jspallek 12:21, 12. Mär 2008 (EET)

Erklärungsmodelle für die gesundheitliche Situation von Migrantinnen und Migranten

(Eplanatory models for the health situation of MEMs)

An dieser Stelle sollen Erklärungsansätze für gesundheitliche Unterschiede zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und der nicht migrierten Mehrheitsbevölkerung dargestellt werden. Dabei kommt neueren Modellen, die gängige Modelle (z.B. healthy-migrant effect oder Modell des gesundheitlichen Übergangs) um die Lebenslaufperspektive erweitern, eine besondere Rolle zu.

Modell verschiedener Einflussgrößen auf die Gesundheit während des Lebenslaufs von Migranten. Quelle: Spallek J, Razum O: Gleich und gerecht? Erklärungsmodelle für die gesundheitliche Situation von Migrantinnen und Migranten. In: Bauer U, Bittlingmayer UH, Richter M (Hg.): Health Inequalities. Determinanten und Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden. 2008.
Modell verschiedener Einflussgrößen auf die Gesundheit während des Lebenslaufs von Migranten. Quelle: Spallek J, Razum O: Gleich und gerecht? Erklärungsmodelle für die gesundheitliche Situation von Migrantinnen und Migranten. In: Bauer U, Bittlingmayer UH, Richter M (Hg.): Health Inequalities. Determinanten und Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden. 2008.


Methodische Belange von Studien zum Gesundheitszustand von Migranten

(Methodological issues of studies and research about the health of MEMs)

Die Durchführung von Studien zum Gesundheitszustand von Migranten ist durch besondere Aspekte gekennzeichnet. Diese reichen von der Definition (Wer ist Migrant?) über die Datenlage (Sind Informationen in den Daten vorhanden, die eine Identifizierung von Migranten zu lassen?) bis hin zu rechtlichen und ethischen Belangen.



Literatur:

(References)

Razum, Oliver et al. (2008): Migration und Gesundheit. Schwerpunktbericht der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Robert-Koch-Institut. Berlin. pdf hier erhältlich

Spallek, Jacob; Razum, Oliver (2007): Gesundheit von Migranten: Defizite im Bereich der Prävention. Medizinische Klinik 102(6): 451-6.

Faltermaier, Toni (2005): Migration und Gesundheit: Fragen und Konzepte aus einer salutogenetischen und gesundheitspsychologischen Perspektive. In: Marschalck, Peter; Wiedl, Karl-Heinz (Hrsg.): Migration und Krankheit. Göttingen: V&R unipress. 93-112.

Flöthmann, E.-Jürgen (2004): Demografischer Hintergrund in der Bundesrepublik Deutschland. Zur bisherigen und zukünftigen Bedeutung der Migration für die Bevölkerungsentwicklung Deutschlands. In: Krämer, Alexander; Prüfer-Krämer, Luise (Hrsg.): Gesundheit von Migranten. Internationale Bestandsaufnahme und Perspektiven. Weinheim und München: Juventa Verlag. 21-38.

Krämer, Alexander; Baune, Bernhard Th. (2004): Migrationen: eine Herausforderung für die Gesundheitswissenschaften und die gesundheitliche Versorgung. In: Krämer, Alexander; Prüfer-Krämer, Luise (Hrsg.): Gesundheit von Migranten. Internationale Bestandsaufnahme und Perspektiven. Weinheim und München: Juventa Verlag. 9-20.

Razum, Oliver; Geiger, Ingrid (2003): Migranten. In: Schwartz, Friedrich Wilhelm et. al (Hrsg.): Public Health. Gesundheit und Gesundheitswesen. 2. Auflage. München und Jena: Urban & Fischer.

Spallek, Jacob; Razum, Oliver (2008): Gleich und gerecht? Erklärungsmodelle für die gesundheitliche Situation von Migrantinnen und Migranten. In: Bauer, Ullrich; Bittlingmayer, Uwe; Richter, Matthias (Hrsg.): Health Inequalities – Erklärungsansätze gesundheitlicher Ungleichheit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Zeeb, Hajo; Razum, Oliver (2006): Epidemiologische Studien in der Migrationsforschung. Ein einleitender Überblick. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. (49): 845-52. pdf hier erhältlich

Robert-Koch-Institut (Hrsg.) (2008): Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS 2003-2006):Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland pdf hier erhältlich

Schenk, Liane; Ellert, Ute; Neuhauser, Hanne (2008): Migration und gesundheitliche Ungleichheit. Public Health Forum 16, Heft 59, 18-20.


Mehr Publikationen finden Sie hier.



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Krebs (cancer)

Depressionen

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